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13.03.2018

Liebe Mitglieder, liebe Gäste,

eine erfolgreiche, informative und gesellige Jahreshauptversammlung liegt hinter uns. Insgesamt 180 Mitglieder und Gäste trafen sich vergangene Woche in der Liederhalle im Zentrum Stuttgarts. Eine spannende Tagesordnung, interessante Referenten und nicht zuletzt die Ausstellung von Partnern aus Industrie, Handel und Dienstleistung machten die Veranstaltung zu einem echten Erfolg. Hierfür möchten wir uns herzlich bedanken.

Eröffnet wurde die Versammlung vom 1. Vorsitzenden Michael Mühleck, der zunächst um eine Schweigeminute für den verstorbenen, langjährigen Justiziar RA Dieter Schittenhelm bat.

Im Anschluss begrüßte Michael Mühleck dann die Mitglieder sowie die Gäste aus der Verbändewirtschaft und Presse und ehrte die diesjährigen Jubilare.

Natürlich ließ er sich es auch nicht nehmen einige Worte zu der aktuellen Branchenlage sowie zur politischen Arbeit des Verbandes zu sagen. Hierbei stellte er zuerst den neuen Justiziar des Automaten-Verband Baden-Württemberg RA Tim Hilbert vor. Er gab einen kurzen Überblick über die politische Arbeit des Vorstandes und rief in diesem Zusammenhang gleichzeitig die „neue Generation“ zur aktiven Mitarbeit auf: „Schließlich ist das Vorstandsamt kein Amt auf Lebenszeit“, so Mühleck schmunzelnd.

Die politische Arbeit hat in den letzten Jahren massiv zugenommen, der Verband steht im regelmäßigen Kontakt mit der regionalen und kommunalen Politik, so dass sich Behörde und Politik heute weitaus besser mit der Branche auskennen. Mit Blick auf andere negative Länderbeispiele wie Hamburg, betont Mühleck vehement, dass es in Baden-Württemberg soweit nicht kommen darf. Das ist eine der Hauptaufgaben des Verbandes. Für diese Arbeit ist der Verband sowohl personell als auch finanziell bestens gewappnet, so Mühleck.

Als erster Gastreferent des Tages, gab Thomas Breitkopf (Präsident Bundesverband Automatenunternehmer e.V.) den Anwesenden einen kurzen Bericht aus Berlin. Besonderes Augenmerk legte er auf die Themen Zukunft der Branche über 2021 hinaus, Ausbildung innerhalb der Branche, qualifizierter Berufszugang für Automatenunternehmer, BAlarm sowie das Thema Eigenfinanzierung zur Stärkung der Unabhängigkeit des BA. Weiter betonte er die Aufgabe des BA, die einzelnen Landesverbände in ihrer politischen Arbeit zu unterstützen sowie politische Gespräche gemeinsam mit der DAW zu koordinieren. Natürlich wies er auf das 65-jährige Jubiläum des BA hin, welches in diesem Jahr gebührend gefeiert wird. Simone Storch (Geschäftsführerin des BA) lud hierzu alle Teilnehmer zum Tag des Automatenunternehmers (TDA) am 13.06.2018 nach Berlin ein.

Auch der Sprecher des Vorstandes der Deutschen Automatenwirtschaft (DAW), Georg Stecker, berichtete kurz über die Aktivitäten der DAW. Die doch im Vergleich sehr positive Situation in Baden-Württemberg, so Stecker, ist vormals der guten politischen Arbeit des Automaten-Verband Baden-Württemberg zu verdanken. Umso wichtiger sei es, in dieser Situation weiter für den Erhalt des legalen, geregelten, terrestrischen Spiels zu kämpfen. Nur so kann die Abwanderung in das illegale Spiel verhindert werden, so Stecker. Hierfür sei es wichtig gesetzlich verpflichtende Zertifizierungsstandards zu etablieren und zudem ebenfalls den Berufszugang zu erschweren, um die Qualität der Branche weiter zu erhöhen.

Als Gast der Sitzung gab anschließend Heinz Basse, 1. Vorsitzender des Automatenverband Niedersachsen, ein Statement zu seinem Bundesland ab und lies ein wenig Hoffnung aufblitzen, dass in diesem so restriktiven Bundesland vielleicht doch noch nicht alles verloren ist. „Zumindest ist der Automatenverband Niedersachsen jetzt in und nicht mehr hinter den Gesprächen“, so Basse.

Der nachfolgende Vortrag von Dirk Lamprecht, Geschäftsführer der AWI GmbH, konzentrierte sich wieder auf die unternehmerische Praxis. Er gab allen Anwesenden einen aktuellen Einblick zum Thema Sozialkonzepte in Baden-Württemberg. Ganz aktuell wies er hier vor allem auf den neuen Aushang des Jugendschutzgesetzes hin, welcher bitte in allen Sozialkonzepten der AWI sowie natürlich im Aushang in der Spielhalle aktualisiert werden muss. Ebenso wies er auf die Dokumentationspflicht für Spielhallenbetreiber in Baden-Württemberg zum 31.03.2018 hin. Für Fragen hierzu können Sie sich gern an die Geschäftsstelle oder natürlich auch die AWI direkt wenden.

Nach der Mittagspause startete dann der interne Teil der Versammlung mit einem besonderen Grußwort aus dem Landtag. Fabian Gramling (MdL, CDU Landtagsfraktion) kam in seiner kurzen Sitzungspause in die Liederhalle und ließ es sich trotz seines engen Terminkalenders nicht nehmen, einige Worte an die baden-württembergischen Automatenunternehmer zu richten. Dabei betonte er, dass er die Leistung der Automatenbranche als beispiellos betrachtet und lobte das stetige Engagement des Verbandes. Er honorierte, dass vor allem im Bereich Spieler- und Jugendschutz sehr viel getan wird. Leider gibt es in jeder Branche schwarze Schafe, die zumeist das Image der gesamten Branche in Mitleidenschaft ziehen. Qualitätsstandarts müssen von daher flächendeckend implementiert und kontrolliert werden, so Gramling. Die Forderung nach einer landes- oder sogar bundesweiten Sperrdatei ist laut Gramling, jedoch in den nächsten Jahren nicht umsetzbar. Abschließend betonte Gramling, dass es unabdingbar ist, mit allen Parteien an einem Tisch zu sitzen und das Gespräch zu suchen.

Im Anschluss übernahm erstmals unser neuer Justiziar RA Tim Hilbert das Wort. Nach einigen Eckpunkten zu seiner Person, startete er direkt mit seinem Vortrag zur aktuellen rechtlichen Lage. Im Fokus standen hier vor allem rechtliche Fragen rund um TR 5.0. Er wies zudem sehr deutlich darauf hin, dass die Ordnungsämter vermehrt auf der Suche nach Fehlern sind, um Bußgelder zu verhängen. Dies sei, so Hilbert, mit Sicherheit auch schon eine Vorbereitung auf kommende Auswahlentscheidungen.

Anschließend an seinen juristischen Vortrag gab Herr Hilbert einen kurzen Abriss über die Tätigkeiten und Aktivitäten der Geschäftsstelle seit Oktober 2017. Hierbei präsentierte er vor allem das neue Gewand des Verbandes, neue Produkte für Mitglieder wie den Sperrzeitenkalender sowie den ausgeweiteten Rundschreibenservice. Ebenfalls trug er den Kassenbericht vor. Die Kassenprüfung wurde von den Prüfern Herrn Teifl sowie Herrn Starke durchgeführt. Aufgrund von noch fehlenden Unterlagen, wurde die Entlastung des Vorstandes auf die nächste Versammlung verschoben.

Hauptaugenmerk des internen Teils der Veranstaltung lag natürlich in diesem Jahr auf der Vorstandswahl: Hierbei stand der gesamte Vorstand zur Wiederwahl. Mit einem überwältigenden Vertrauensbeweis wurde der gesamte Vorstand von der Mitgliedschaft einstimmig wiedergewählt. Hierfür bedanken wir uns vielmals.

Ebenfalls stimmte die Mitgliedschaft mehrheitlich für die Verlängerung der Zusammenarbeit mit Herrn Alfred Haas als politischen Repräsentanten des Verbandes sowie einstimmig für die Betreuung der Geschäftsstelle seitens des Justiziars Tim Hilbert.

Wir bedanken uns bei allen Mitgliedern, Gästen und Ausstellern nochmals herzlich für diese gelungene Veranstaltung.

Beste Grüße

Ihr Vorstand